Aufbruch in die eigene Galaxie

Ein Kackhaufen ist ein Kackhaufen - und das ist gut so, denn das gibt uns Orientierung!


Ich bin sie leid, diese unendlichen Gespräche. Ob sie nun oberflächlich oder tiefsinnig sind. Oft hängt mir das esoterische Geschwurbel und das monotone Nachgeschwafel irgendwelcher Gurus, Redner und Pseudohäuptlingen zum Hals raus. Ich kann es nicht mehr hören! Worte, wie Selbstreflektion und Selbstliebe, Hingabe und ganz SEIN wurden bereits zu viel missbraucht und fühlen sich längst ausrangiert an. Überstrapaziert.... auch ein Wort, welches sich bald in die Reihe der Pseudolinguistik einrangiert ohne dass wir es merken. Fast heimlich und unerkannt dringen diese Wortfetzen, Satzgeflechte in unsere Köpfe und veranlassen uns dazu uns permanent selbst in Frage zu stellen.

Sind wir denn genug? Müssen wir noch weiter, höher, schneller wachsen, um zu verstehen und wertvoll zu sein?

Der Gedanke, dass es nur an uns liegt, wie wir die Welt sehen und es an uns liegt, Bilder und Gedanken loszulassen, bringt mich zur Weißglut. Was für eine gequirlte Scheiße! Liebe Kollegen, ein Kackhaufen bleibt ein Kackhaufen, da ändert auch mein Blickwinkel daran nichts. Den kriegt man auch nicht schön gedacht. Es ist wie's ist - viel mehr wird es Zeit das anzuerkennen. Wenn Australien brennt, brennt`s - da hilft es nichts zu sagen, dafür haben sie s aber schön warm... es ist Zeit die dinge als das zu sehen, was sie sind! Und vor allem darauf zu antworten. Erkennen und Handeln!


Und wenn ich schon dabei bin, beim Aufdecken falscher Vorsätze: sich selbst und allein zu lieben genügt mir nicht. Ich will auch von jemand andern geliebt werden. Ich will in Beziehung gehen. Das ist mir ein großes Anliegen. Herzbegegnungen - von Herz zu Herz. Und deswegen bin ich nicht schlechter oder besser. Sich selbst zu lieben ist ja schön und gut - der Mensch lebt aber auch davon, von anderen geliebt zu werden. Es ist eines der größten Bedürfnisse überhaupt: Zugehörigkeit, Berührung und in Gemeinschaft leben. Es ist in der Natur des Menschen so vorgesehen. Einsiedler sind die Ausnahme.

Und diese Pseudoindianer, Heiler und Vorturner da draußen sind nur zu feige sich und der Welt einzugestehen, dass sie eine große Sehnsucht in sich tragen von Gesehen-werden und Beachtung - denn sonst müssten sie nicht so großartig und selbst beweihräuchernd auf der Bühne rumspringen und sich für geklaute Weisheiten beklatschen lassen. Dieses Getue von : ich bin gut so wie ich bin und ich brauch niemanden außer mich selbst, bringt nur egozentrische Mangeldenker zur Welt mit der Idee: "Mittels meiner Gedanken denke ich mir die Welt, wie sie mir gefällt."

Ich verrate dir was:

es ist nicht schlimm geliebt werden zu wollen. Es ist auch nicht schlimm allein zu sein, anders zu sein oder eine andere Meinung zu haben. Man muss auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, um wertvoll und liebenswert zu sein.

Ich brauche kein Gefolge, keine Jünger und auch keine Papageien um mich herum! Mir musst du nicht nach dem Mund reden.


Das was ich will, ist

einfach emphatisch miteinander leben, festhalten, was ich möchte... loslassen, wann ich kann und mit dem in Frieden sein was ist.

Ja, das wünsche ich uns allen. In Frieden zu sein mit dem was ist oder auch nicht ist. Denn das ist ein guter Start auf dem Weg zum Glücklichsein.

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